|
|
Rokoko - Das Korsett im 18. Jahrhundert
Die Korsetts begannen verspielter zu werden und die weiblichen Rundungen zu betonen. Man kam von der geraden Frontpartie ab und versteifte die Korsetts meist mit dünnen Fischbeinstäbchen - oftmals in einer sehr großen Anzahl. Das Korsett wurde zu einem teuren Meisterwerk - oftmals mit sehr wertvollen und teuren Stoffen besetzt und als Oberbekleidung getragen. Auch die aus der Mode gekommenen Reifröcke erhielten neues Ansehen und hatten teilweise einen Durchmesser von über 2 Metern. Durch die sehr weiten Röcke wirkte die Taille in den Korsetts unglaublich schmal. Das Korsett selbst hingegen wurde wieder länger gearbeitet und häufig mit Trägern versehen. Auch im normalen Volk zog das Korsett ein. Oftmals waren es zwar eher leichte Schnürmieder ohne Versteifung. Da die Frauen in der Bevölkerung keine eigenen Zofen hatten unterscheideten sich die Korsetts für das Volk und die gehobenen Bürger in der Art der Schnürung. Da in der gehobenen Bevölkerung die feine Dame ihre Zofe hatte war dort bei dem Korsett eine Rückenschnürung üblich. Das Korsett des Volkes hingegen hatte üblicherweise eine Frontschnürung.
| |
 |
|
|